Über Autonome und Volxküchen

In der Jungen Welt Wochenendbeilage vom 16.06.2007 findet sich ein Gespräch mit Geronimo. Über Autonome und Volxküchen, Anti-G-8-Proteste und Polizeigewalt, Militanz und Sozialdemokratie.


„Den Anspruch haben, nicht blöd zu werden“


Es gibt aber auch andere Lesarten: Manche plazieren die Gründung der Autonomen im Westberliner Häuserkampf Anfang der 80er Jahre.

Jedenfalls entstand eine Alternativbewegung, die sich bis heute fortzieht – in die Camps rund um Heiligendamm. Es hat immer ein autonom-alternativ hippieskes Milieu gegeben, in dem die Autonomen leben, gedeihen, auch darin verschwinden oder sich transformieren.

Also sind die Autonomen politische Camper?

Ja, im Kontext der Selbstorganisierung: nomadisch, zuweilen autark und aggressiv. Immer in der Nähe der dampfenden Volxküche, eine Art demonstrative kollektive Armutskultur, die ja überraschenderweise selten politisch gedacht wird.

Den anderen Linken hat dieses Essen einfach nicht geschmeckt?

Jeder, der hier nölt, »das Essen schmeckt mir nicht«, ist sofort mit der Frage konfrontiert, ob er denn nicht besser kochen könnte.